Permakultur-Pflanztechniken

Informationen zu Mischkultur, Folgepflanzung und der Gründung von Pflanzengilden für einen widerstandsfähigen Garten

Permakultur ist ein ganzheitlicher Ansatz für Landwirtschaft und Gartenbau, der die natürlichen Ökosysteme nachahmt und sich auf die Harmonie zwischen der menschlichen Umwelt und der natürlichen Welt konzentriert. Unter den verschiedenen Praktiken zeichnen sich Permakultur-Pflanztechniken durch ihre Wirksamkeit bei der Schaffung widerstandsfähiger, produktiver Gärten aus. Dieser Artikel befasst sich mit drei Kerntechniken: Mischkultur, Sukzessionspflanzung und die Gründung von Pflanzengilden und vermittelt Gärtnern das Wissen, um blühende, nachhaltige Ökosysteme in ihren eigenen Hinterhöfen zu kultivieren.

Mischkultur: Die Partnerschaft mit der Natur

Mischkultur ist eine Permakulturtechnik, bei der Pflanzen zusammen gepflanzt werden, die sich gegenseitig in vielerlei Hinsicht nützen, beispielsweise bei der Schädlingsbekämpfung, Bestäubung und Nährstoffversorgung. Diese Methode basiert auf der Erkenntnis, dass bestimmte Pflanzen das Wachstum und die Gesundheit ihrer Nachbarn fördern können.

Vorteile:

  • Natürliche Schädlingsbekämpfung: Bestimmte Pflanzen können Schädlinge auf natürliche Weise abwehren, wodurch der Bedarf an chemischen Pestiziden reduziert wird. Ringelblumen beispielsweise verströmen einen Duft, der Fadenwürmer und andere Schädlinge abschreckt.
  • Verbesserte Bestäubung: Das Pflanzen von Blumen neben Gemüse kann Bestäuber anlocken und so den Ertrag von Obst und Gemüse steigern.
  • Nährstoffverteilung: Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen binden Stickstoff aus der Luft und reichern den Boden für benachbarte Pflanzen an, die stickstoffreiche Bedingungen benötigen.

Beispiele:

  • Tomaten und Basilikum: Basilikum vertreibt Fliegen und Mücken und verbessert gleichzeitig den Geschmack von Tomaten.
  • Karotten und Zwiebeln: Der starke Geruch von Zwiebeln kann Möhrenfliegen davon abhalten, Möhrenpflanzen anzugreifen.

Sukzessive Pflanzung: Kontinuierliche Ernten

Bei der Folgepflanzung werden Pflanzen so gepflanzt, dass während der gesamten Wachstumsperiode eine kontinuierliche Ernte gewährleistet ist. Dies kann durch die Pflanzung der Pflanzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder durch die Pflanzung von Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten erreicht werden.

Vorteile:

  • Erweiterte Ernte: Durch Planung können Gärtner länger frische Produkte genießen.
  • Effiziente Raumnutzung: Sobald eine Ernte eingebracht ist, kann eine andere ihren Platz einnehmen. So lässt sich die Produktivität des Gartens maximieren.
  • Bodengesundheit: Verschiedene Nutzpflanzen haben unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse und sind unterschiedlich anfällig für Schädlinge. Eine Veränderung der Anbauflächen kann daher zur Erhaltung der Bodengesundheit und des Bodengleichgewichts beitragen.

Beispiele:

  • Kopfsalat: Das Einpflanzen der Salatsamen alle zwei Wochen stellt eine kontinuierliche Versorgung sicher.
  • Radieschen und Karotten: Radieschen reifen schnell und können geerntet werden, bevor Karotten mehr Platz zum Wachsen benötigen.

Pflanzengilden gründen: Ökosysteme aufbauen

Pflanzengilden sind Gruppen von Pflanzen, die zusammen angebaut werden, um ein Mini-Ökosystem zu bilden, das sich gegenseitig unterstützt, ähnlich wie ein natürliches Ökosystem. Jede Pflanze in einer Gilde hat eine bestimmte Rolle, z. B. das Anlocken nützlicher Insekten, die Bereitstellung von Nährstoffen oder das Spenden von Schatten.

Vorteile:

  • Erhöhte Artenvielfalt: Eine Vielzahl von Pflanzen zieht zahlreiche nützliche Insekten und Wildtiere an und verbessert so die Bestäubung und natürliche Schädlingsbekämpfung.
  • Widerstandsfähigkeit: Pflanzengilden sind widerstandsfähiger gegen Schädlinge, Krankheiten und Wetterextreme, wodurch die Notwendigkeit eines Eingriffs geringer ist.
  • Ressourceneffizienz: Gilden können Wasser, Licht und Nährstoffe effizient nutzen, da sich Pflanzen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Gewohnheiten ergänzen.

Beispiele:

  • Apfelbaumgilde: Um ein unterstützendes Ökosystem zu schaffen, kann man einen Apfelbaum mit Beinwell (der Nährstoffe ansammelt), Narzissen (die Schädlinge fernhalten) und Klee (der Stickstoff bindet) umgeben.

Implementieren Sie diese Techniken in Ihrem Garten

So beginnen Sie mit der Integration dieser Permakultur-Pflanztechniken in Ihren Garten:

  • Fangen Sie klein an: Experimentieren Sie mit ein paar Begleitpflanzen oder einer einfachen Pflanzengilde, um zu sehen, was in Ihrem Garten am besten funktioniert.
  • Beobachten und anpassen: Achten Sie darauf, wie Pflanzen miteinander und mit der Umwelt interagieren, und seien Sie bereit, Ihre Strategien entsprechend anzupassen.
  • Nachfolgeplan: Erstellen Sie einen Pflanzkalender, um gestaffelte Pflanzungen zu planen und eine kontinuierliche Ernte sicherzustellen.

Zusätzliche Ressourcen

Für diejenigen, die diese Techniken genauer erkunden möchten, gibt es hier fünf externe Ressourcen:

  1. Gaias Garten von Toby Hemenway – Ein umfassender Leitfaden zur Permakultur im häuslichen Maßstab.
  2. Permakultur-Forschungsinstitut (permaculturenews.org) – Artikel und Ressourcen zu Permakulturtechniken.
  3. Der Almanach des alten Bauern (almanac.com) – Anleitungen zur Mischkultur.
  4. Permakultur-Magazin (permakultur.de) – Artikel, Kurse und Informationen zum nachhaltigen Gärtnern.
  5. Lokale Permakulturgruppen und -Workshops – Suchen Sie nach Gruppen in Ihrer Nähe, die Workshops und Kurse zum Thema Permakultur-Gartenbau anbieten.

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