Entwicklung der Permakulturethik: Von der Bevölkerungsbegrenzung zur Erzielung von Überschüssen
Permakultur ist eine Philosophie, die darauf abzielt, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Sie beinhaltet aufmerksame Beobachtung und die Gestaltung von Landschaften, die die Muster und Beziehungen in der Natur nachahmen. Mit der Entwicklung der Permakultur haben sich auch ihre Leitprinzipien und insbesondere ihre Ethik weiterentwickelt. Eine wichtige Veränderung war die Entwicklung der dritten Ethik von "Begrenzung der Bevölkerung und des Verbrauchs" zu "Rückgabe des Überschusses". Diese Veränderung spiegelt ein tieferes Verständnis von Nachhaltigkeit und community in der Permakulturpraxis wider.
Ursprüngliches drittes Ethos: Begrenzung von Bevölkerung und Konsum
Ursprünglich konzentrierte sich die dritte Ethik der Permakultur auf die Begrenzung von Bevölkerung und Konsum. Dahinter stand die Erkenntnis, dass unkontrolliertes Bevölkerungswachstum und übermäßiger Konsum zu einer Verschlechterung der Umwelt führen können. Diese Ethik beruhte auf der Notwendigkeit, den Druck auf die Ressourcen der Erde zu verringern, die endlich sind und oft über ihre Regenerationsfähigkeit hinaus ausgebeutet werden.
Übergang zur Rückgabe von Überschüssen
Im Laufe der Zeit erkannte die Permakultur community, dass die Konzentration auf die Begrenzung von Konsum und Bevölkerung ein zu enger und negativer Ansatz war. Er suggerierte von Natur aus Beschränkung und Knappheit statt Überfluss und Nachhaltigkeit. Die überarbeitete Ethik "Rückkehr des Überschusses" verlagert den Schwerpunkt auf einen positiveren und proaktiven Ansatz, der die Regeneration und den Beitrag betont.
Verständnis der Überschussrückgabe
Die Ethik der Rückführung von Überschüssen bedeutet, dass überschüssige Materialien und Energie wieder in das System investiert werden, damit die Erde (Earth Care) und ihre Bewohner (People Care) davon profitieren. Das kann von der Kompostierung organischer Abfälle zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit über das Teilen überschüssiger Lebensmittel mit dem community bis hin zur Investition von Zeit und Ressourcen in lokale Projekte zur Verbesserung des kollektiven Wohlbefindens alles bedeuten.
Durch die Konzentration auf die Rückführung von Überschüssen fördern Permakulturpraktiken ein System, in dem Ressourcen nicht nur verbraucht, sondern aktiv regeneriert werden. Diese Ethik hilft dabei, Systeme zu schaffen, die sich nicht nur selbst erhalten, sondern auch der Umwelt und dem community zugutekommen.
Biologische und gewollte Grenzen
Die Ethik der Rückgabe von Überschüssen führt natürlich zu einer Mäßigung des Konsums und des Bevölkerungswachstums. Wenn Gemeinschaften sich selbst versorgen können und der Einzelne sich sicher fühlt, dass er Zugang zu wichtigen Ressourcen wie sauberer Luft, Wasser und Nahrung hat, gibt es eine natürliche Tendenz, das Bevölkerungswachstum zu stabilisieren. In Gesellschaften, in denen wahrer Reichtum nicht durch monetären Reichtum, sondern durch die Fülle und Qualität der gemeinschaftlichen und natürlichen Ressourcen definiert wird, wird der Konsum bewusster und ökologisch integriert.
Auswirkungen auf Gemeinschaft und Umwelt
Die Ethik der Rückgabe von Überschüssen unterstreicht die Bedeutung des community und des gemeinsamen Nutzens. Sie erkennt an, dass wahrer Wohlstand daraus entsteht, dass wir mit unseren Mitteln haushalten und sicherstellen, dass die Ressourcen auch für künftige Generationen verfügbar sind. Dieser Ansatz fördert ein tieferes Verständnis für die Verantwortung für die Umwelt und unterstützt Praktiken, die die Gesundheit unseres Planeten verbessern.
Schlussfolgerung: Eine umfassendere Vision für Nachhaltigkeit
Die Verlagerung von der Begrenzung der Bevölkerung und des Verbrauchs hin zur Rückgabe von Überschüssen spiegelt die umfassendere Vision der Permakultur für eine nachhaltige, reichhaltige und regenerative Zukunft wider. Sie unterstreicht die Idee, dass es bei der Nachhaltigkeit nicht nur darum geht, die Auswirkungen zu reduzieren, sondern aktiv zur Schaffung einer fruchtbareren, widerstandsfähigeren und großzügigeren Welt beizutragen. Diese Ethik befähigt Einzelne und Gemeinschaften dazu, kreativ darüber nachzudenken, wie sie ihre Umwelt und sich gegenseitig nicht nur erhalten, sondern auch bereichern können. Durch diese Sichtweise wird Permakultur nicht nur als eine Reihe von Gartentechniken oder Gestaltungsprinzipien gesehen, sondern als ein ganzheitlicher Ansatz, um auf diesem Planeten so zu leben, dass Überfluss und Harmonie für alle erhalten bleiben.
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